Garten und Kultur
In einer Stadt mit über 60 % Grünfläche spielt sich das kulturelle Leben natürlich auch in den Parks und Gärten Hannovers ab – eine besonders schöne Kulisse bilden die Herrenhäuser Gärten. Wenn dort die Dämmerung einsetzt, wird der Barockgarten mit den historischen Wasserspielen und Skulpturen zum begehbaren Sommernachtstraum. Das macht sich etwa die Veranstaltungsreihe Sommernächte im Gartentheater zunutze, die jährlich im Spätsommer Konzerte, Lesungen, Poetry Slam und Open Air Kino präsentiert – meist stilecht auf der Bühne des Gartentheaters. Etwas weitläufiger ist das Spielfeld des Kleinen Fests im Großen Garten, das die ganze Gartenanlage nutzt und das Beste der internationalen Kleinkunst zeigt.
Die Herrenhäuser Gärten sind zugleich der Schauplatz der KunstFestSpiele Herrenhausen, die 2026 einen Stabwechsel vollzogen haben; mit der deutsch-österreichischen Komponistin Brigitta Muntendorf gewannen sie eine der prägendsten Stimmen ihrer Generation als Intendantin, die für ihre spartenübergreifenden Arbeiten zwischen Musik, Technologie und Performance bekannt ist.
Und noch mehr Kultur im Freien: Im Maschpark, hinterm Neuen Rathaus, sitzen beim Hannover Klassik Open Air Tausende Menschen rund um den Maschteich, während die NDR Radiophilharmonie eine Gala mit internationalen Opernstars unter den Sternen präsentiert. „Oper für alle“ ist dort das Motto, denn Eintritt muss nicht bezahlt werden. Ähnlich beliebt ist das Chopin Open Air, das Ende August – auch zu freiem Eintritt – ein Sinfoniekonzert mit jungen Solistinnen und Solisten auf der Wiese vor dem Wilhelm Busch Museum präsentiert. Ein fixer Termin für viele Hannoveraner*innen, denn diese Veranstaltung gibt es seit fast 40 Jahren jährlich.